Beratung

 

Plätze frei.

Eine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenversicherungen ist leider nicht möglich: Ich vereinbare gern einen Sozialtarif – Sprechen Sie mich an!

Oftmals findet sich kein Psychologe, psychologischer Psychotherapeut oder Psychiater, wenn man dringend einen bräuchte. Bei mir bekommen Sie auch kurzfristig einen Therapieplatz. Manche Menschen klären ihre Fragen dann in nur einem Termin, andere wünschen sich langfristige Begleitung, bei vielen ist es etwas dazwischen. Die Abstände zwischen den Sitzungen variieren und sind dabei immer auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt (sie liegen üblicherweise bei zwei bis vier Wochen). Eine Sitzung dauert zwischen 60 und 90 Minuten. In dieser gemeinsamen Zeit stelle ich üblicherweise viele Fragen, die Ihnen eine neue, von den möglicherweise ausgetretenen Wegen abweichende Perspektive eröffnen sollen. So werden weitere Handlungsweisen aufgezeigt, die quälende Verhaltens- und Denkmuster durchbrechen.

Wie genau wir unsere Zeit nutzen, hängt aber in erster Linie von den von Ihnen definierten Zielen ab. In der ersten Sitzung interessiert mich deshalb besonders, wohin Sie wollen und was genau Sie sich wünschen. Je konkreter das Ziel, desto klarer der Weg. Und manchmal ist ein Thema schon damit geklärt, wenn das Ziel konkret definiert wird.

Klient*innen

sind Einzelpersonen, Paare, Familien oder Gruppen aus anderen Systemen (zum Beispiel Mitbewohner oder Kollegen).

Häufige Themen

sind Niedergeschlagenheit, Konflikte mit anderen oder mit sich selbst, Krisen, Angst und Panik, Stress und Burnout, Schuldgefühle, Schreib- oder andere Blockaden, Zweifel an sich und dem Rest der Welt, Werte und Bedürfnisse, Sexualität, Umgang mit Tod und Sterben und damit, wenn etwas zu Ende geht, Beziehungsgestaltung und Trennung, Trauer, Veränderungen und der Umgang mit wichtigen Entscheidungen.

Es kann darum gehen, aktuelle Situationen akzeptieren zu lernen oder dafür Lösungen zu entwickeln, wiederkehrende Reaktions- und Verhaltensmuster zu erkennen und sich unter Umständen ihren Nutzen klarzumachen oder Blockaden zu lösen und Energien für anderes freizusetzen.

Wann ich nicht die richtige Ansprechpartnerin bin – und wer es dann ist

Manche Themen kann ich nicht mit Ihnen bearbeiten. Sollten Sie oder eine Ihnen nahestehende Person beispielsweise unter akuter Suizidalität leiden (das heißt, dass die Gedanken immer wieder um einen Selbstmord kreisen und eventuell sogar schon Pläne gemacht werden), sollten Sie Psychopharmaka benötigen oder neu einstellen wollen oder einen Alkoholentzug planen, muss ich Sie an andere Stellen verweisen. Exzellente Anlaufstellen für diese und ähnliche, unter Umständen lebensbedrohliche Lagen ist der Sozialpsychiatrische Dienst (Erreichbarkeit 08:00 – 16:00) und der Berliner Krisendienst (Erreichbarkeit rund um die Uhr).

Methoden und Hintergründe

Ich nutze ausschließlich evidenzbasierte Verfahren, also solche, deren Wirksamkeit wissenschaftliche belegbart ist. Dabei arbeite ich integrativ, das heißt ich schneide psychotherapeutische Methoden auf Ihre individuellen Bedürfnisse zu. Der von mir am meisten genutzte Ansatz ist die Systemische Therapie, einer der neben Psychoanalyse und Verhaltenstherapie am weitesten verbreitete und praktizierte therapeutisch-beraterische Ansatz.

In der systemischen Beratung geht man grundsätzlich davon aus, dass jeder Mensch nicht nur imstande ist, Lösungsmodelle für seine schwierige Lage selbst zu entwickeln, sondern das auch besser kann als jeder andere. Schließlich kennt niemand diesen Menschen, seine Geschichte, Bedürfnisse und Ängste besser als er selbst. Klient*innen sind die Experten ihrer Probleme. Als systemische Beraterin kenne ich Methoden, mit denen dieses Wissen aktiviert und besser genutzt werden kann. Zu diesen Methoden gehört lösungsorientiertes Fragen, aber auch sanfte Verstörung, die darauf abzielt, als unverrückbar wahrgenommene Werte infrage zu stellen und dadurch neue Wege zu eröffnen. Klar ist von Anfang an: über richtig und falsch, gut und schlecht können nur die Klient*innen selbst entscheiden.

Die systemische Therapie geht von der Kontextbezogenheit menschlichen Verhaltens aus. Eine dazugehörige Frage wäre: Unter welchen Bedingungen macht ein bestimmtes Verhalten Sinn? Ein problemhaftes Verhalten kann ein Lösungsversuch sein. Ob dieser Lösungsversuch heute noch sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Es kann aber wichtig sein, sich die Funktion dessen klarzumachen, was von jemandem als Problem definiert wird.

In der systemischen Therapie werden weiterhin Interaktion und Beziehung als zentral betrachtet. Die Frage ist, was sich ZWISCHEN den Menschen ereignet, weniger nur, was IN einem Individuum geschieht. Nur so kann auch die Kontextbezogenheit betrachtet werden.

Wir sind in Sprache: Beim systemischen Ansatz wird wie im Konzeptualismus davon ausgegangen, dass der Mensch seine Realität durch Sprache weitestgehend selbst schafft. Wenn man es so sieht, hat das Individuum einen riesigen Spielraum für Veränderung.

Trotz dieses großen Spielraums sind und bleiben viele Fakten im Leben unveränderlich – schmerzhafte Ereignisse können unverrückbare Tatsachen sein, wie zum Beispiel der Tod eines geliebten Menschen. Aus diesem Grund ergänze ich meine vom systemischen Ansatz geprägte Beratung mit Achtsamkeitsarbeit. Diese kann helfen, Gedanken als solche zu erkennen und Schmerz besser aushalten zu können.

Übrigens

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat im November 2018 der wissenschaftlichen Wirksamkeitsprüfung der Systemischen Therapie Rechnung getragen: Zukünftig wird die Systemische Therapie neben Psychoanalyse, Tiefenpsychologischer Psychotherapie und Verhaltenstherapie das vierte Richtlinienverfahren in Deutschland.