Als ich mir nach Jahren der Einzel-, Paar- und Familientherapie ein neues Arbeitsfeld erschloss und mich an einem renommierten Berliner Institut als Systemische Supervisorin ausbilden ließ, stellte ich belustigt fest: Teams sind auch nur eine andere Form von Familie – man hat sich die anderen nicht ausgesucht, ist aber von ihnen abhängig. Der Unterschied ist aber nicht ohne: bei all den entstehenden Emotionen soll man auch noch professionell weiterarbeiten. Kein Wunder, dass das mal schiefgeht.
Macht und Hierarchie haben einen erheblichen Einfluss auf Individuen und Teams: wenn die Rollenverteilung nicht sitzt und Akzeptanz findet, können ganze Projekte kippen. Mich fasziniert das Thema und ich habe mich ausführlich mit Machstrukturen beschäftigt. Deshalb achte ich sehr auf Themen wie Gerechtigkeit (und was dieser Begriff für Sie und Ihr Team bedeutet) und Respekt und habe mögliche Benachteiligungsmechanismen – auch subtile und ungewollte – stets gut im Blick.
In der Supervision schaue ich mit Teams oder Einzelpersonen auf konkrete Situationen aus dem Arbeitsalltag, auf Zusammenarbeit, Rollen und das, was emotional zwischen den Zeilen passiert. Dabei geht es nicht darum, schnelle Lösungen anzubieten, sondern die richtigen Fragen zu stellen, um Ihnen neue Sichtweisen zu ermöglichen. Ich bin zufrieden, wenn wir in festgefahrene Lagen wieder Bewegung hineinkriegen, damit alle ihrer Arbeit langfristig wieder mit Freude und Erfolg nachgehen.